1981-1985 – Studium der Elektrotechnik mit Studienrichtung Infomationsverarbeitung

aachen-telematik

Schon während meiner Ausbildung wurde mir klar, dass ich anschließend in einem Studium mein Wissen im Bereich Elektrotechnik vertiefen wollte. Daher studierte ich von September 1981 bis Mai 1985 ich an der Fachhochschule Aachen Elektrotechnik mit Studienrichtung Informationsverarbeitung.
Während des Studiums engagierte ich mich besonders in den Fächern „Datenfernübertragung“ und „Lokale Netze“, da mir schnell klar wurde, dass die Vernetzung von Computersystemen in zunehmendem Maße steigen würde.
1994 schrieb ich meine Diplomarbeit zum Thema „Kryptographische Verfahren in der Datenverarbeitung. Insbesondere: Das RSA-Verfahren in der Praxis“. Die ersten Gehversuche mit den unterschiedlichen Algorithmen und das Schlüsselgenerierungssystem habe ich in der Programmiersprache LISP auf einem Apple-II programmiert. Die Zeit-optimierte Version wurde auf einer VAX (68.000 Prozessor) mit Hilfe von Assemblerprogrammen realisiert.

In meiner Studienzeit war ich Stipendiat der „Professor Dr. Keopchen-Studienstiftung“ des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks (RWE).

Während meines Studiums habe ich mich auf sehr vielfältige Weise in den verschiedenen Hochschulgremien engagiert.
Ich arbeitete im AStA mit, der politisch zur dieser Zeit mit interessanten Themen sehr aktiv war und den Studenten Tutorien und andere Hilfestellungen anbot. Zwei Jahre meines Studiums arbeitete ich als gewählter Studentenvertreter aktiv im Fachbereichsrat mit. In dieser Zeit wurde eine neue Studienordnung erarbeitet und verabschiedet. Hier war ich auch in Berufungsausschüssen tätig.

Da die Informatik zu diesem Zeitpunkt sehr neu war, wurden die Informatik-Fächer als besondere Spezialisierung in der Elektrotechnik untergebracht. Eigentlich war der Studiengang Informatik mit einen Anteil von Elektrotechnik. Da die Informatik immer wichtige wurde und im Bereich der Forschung das Thema einen besonderen Stellenwert hatte, bin ich als Forschungsingenieur an der Hochschule geblieben, um das Thema IT-Sicherheit mit vorantreiben zu können.

 

Anekdote aus dem Studium der Elektrotechnik:

Während eines Praktikums der Assemblerprogrammierung, bei der die Aufgabenstellung die Programmierung eines DOS-Betriebssystems war, kam ein Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit einen nagelneuen IBM-PC ins Labor. Wir waren alle begeistert von diesem modernen Personal Computer und haben das Gerät und dessen Möglichkeiten analysiert. Nach der ausführlichen Analyse von MS-DOS hatten wir den Eindruck, dass unser eigenes DOS-Betriebssystems besser war. Aber, wir dachten, wenn IBM und Microsoft eine solche Innovation hervorbrachten, kann unsere eigene Einschätzung falsch sein. Wenn wir damals schon begriffen hätten, dass unsere Lösung wirklich besser war, hätten wir in Deutschland in der IT deutlich mehr Einfluss und Erfolg haben können.