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Gefahren und Risiken bei Web 2.0 - Prof. Dr. Norbert Pohlmann

Gefahren und Risiken bei Web 2.0

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S. Feld, N. Pohlmann, S. Spooren:,
“Gefahren und Risiken bei Web 2.0”.
Im Journal eCollaboration,
Hrsg.: K. Riemer, S. Strahringer,
HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik,
dpunkt Verlag,
Juni 2009

Web 2.0 scheint für die Informations- und Wissensgesellschaft neue und interessante Anwendungs- und Geschäftsmöglichkeiten zu bieten. Dazu müssen – wie bei jeder neuen Technologie – auch die Gefahren und Risiken, wie der Umgang mit vertrauenswürdigen Daten, analysiert und berücksichtigt werden. Um die mit dem Einsatz der Web 2.0 Technologie
verbundenen Gefahren und Risiken auf ein mögliches Minimum zu reduzieren, werden diese im folgenden Artikel diskutiert und konkrete Sicherheitsmaßnahmen, beispielsweise die Verschlüsselung von sensiblen Daten, dazu aufgezeigt.

Wir erleben zurzeit einen fundamentalen Wandel in eine Informations- und Wissensgesellschaft. Wir müssen uns bewusst werden, dass immer mehr Arbeitsabläufe mit Hilfe von Rechnersystemen, wie PCs, Notebooks und SmartPhones über das und mit Hilfe von Diensten im Internet abgewickelt werden. Damit nimmt auch die Notwendigkeit zu, ITSicherheitsmaßnahmen in angemessener Weise zu verwenden, damit im Internet eine Basis der Vertrauenswürdigkeit herrschen kann.
Wir müssen dabei erkennen, dass in den letzten Jahren die Sicherheitsprobleme im Internet von ihrer Bedeutung nicht kleiner, sondern sehr viel größer geworden sind.
Das gilt umso mehr, wenn wir den immer weiter steigenden Wert elektronischer Informationen in Betracht ziehen. Die Veränderung zur Informations- und Wissensgesellschaft führt dazu, dass immer mehr Daten, die erhebliche finanzielle Werte darstellen, auf Rechnersystemen gespeichert oder durch das Internet übertragen werden. Dazu zählen persönliche Daten, Entwicklungsunterlagen, Kundendaten, Logistikinformationen oder auch Strategiekon-

zepte, die z.B. Börsenwerte beeinflussen können. Diese Bits und Bytes können leicht mehrere Millionen Euro wert sein.
Eine weitere Herausforderung ist das häufig mangelnde Unrechtsbewusstsein in der elektronischen Welt. Wer in der realen Welt (Unternehmens-)Werte entwenden will, der muss über Zäune klettern, Türen und Fenster aufbrechen, vielleicht sogar Tresore sprengen. Jedem,
der so etwas tut, ist bewusst, dass er eine Straftat begeht! In der elektronischen Welt sitzen die Hacker bzw. Cracker mit Kaffee und Keksen vor dem Bildschirm und machen das Gleiche, aber sie haben dabei häufig nicht das Gefühl, etwas unrechtes zu tun. Die Hemmschwelle ist niedriger, dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit von Angriffen [Pohl02].
Das Internet erstreckt sich ohne Rücksicht über alle geographischen, politischen und administrativen Grenzen und Kulturen. Damit stellt es eine neue und ungewohnte Herausforderung für die internationale Gesellschaft dar. Die Geschwindigkeit, in der neue Anforderungen auftauchen wird immer rasanter, was einen Anstieg des damit verbundenen Sicherheitsrisikos zur Folge hat.
Die größte Herausforderung besteht darin, für eine notwendige und passende Vertrauenswürdigkeit des Internets und seiner Dienste zu sorgen.


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