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BMWi-Studie: Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Prof. Dr. Norbert Pohlmann

BMWi-Studie: Einsatz von elektronischer Verschlüsselung

elektronische Verschlüsselung

Prof. Norbert Pohlmann  (Institut für Internet-Sicherheit),

20.02.2018

Der Einsatz elektronischer Verschlüsselung von Daten und der Datenkommunikation gewährleistet im Unternehmensumfeld sowohl den Schutz des geistigen Eigentums vor Wirtschaftsspionage als auch den Schutz der Unternehmens- und Kundendaten vor Missbrauch.

Verschlüsselungslösungen werden Marktanalysen zufolge gerade in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bislang nur begrenzteingesetzt.

Die Projektpartner Goldmedia Strategy, Consulting, Institut für Internet-Sicherheit, if(is) und Institut für das Recht der Netzwirtschaften, Informations-und Kommunikationstechnologie (IRNIK) wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) damit beauftragt,

  1. diebestehenden Motivationsgründeund Hemmnisse beim Einsatz elektronischer Verschlüsselung in KMU strukturiert zu erfassen und
  2. Ableitungen und Handlungsempfehlungen zur Senkung von Umsetzungsschwellen und zur gezielten Förderung des Einsatzesvonelektronischen Verschlüsselungslösungen zuerstellen

Die Analyse der spezifischen Hemmnisse und Motivationsgründe beim Einsatz von Verschlüsselungslösungen in KMU erfolgte auf Basis einer kombinierten Online-und Telefon-Befragung von rund 200 Unternehmen unterschiedlicher Größe und aus unterschiedlichen Branchen und wurde durch rund 25 Experteninterviews mit Anwendern und Herstellern von Verschlüsselungslösungen gestützt.

Parallel zur Bestimmung der Umsetzungshürden beim Einsatz von Verschlüsselungslösungen in KMU erfolgte eine Analyse der aktuellen rechtlichen und organisatorischen Anforderungen an Unternehmen zu den Themen IT-Sicherheit und Datenschutz mit Blick auf das Thema Verschlüsselung. Die zu analysierenden Rechtsbereiche umfassten u.a. das Datenschutzrecht, das Sozialrecht, das Abgaben- und Steuerrecht, das Gesellschaftsrecht sowie das Vertragsrecht. Ziel war es hier, rechtliche Treiber und Hebel zu identifizieren, die den stärkeren Einsatz von Verschlüsselungslösungen in Unternehmen vorschreiben oder nahelegen.

Zusätzlich wurde im Rahmen des Projekts der Kompass IT-Verschlüsselungals konkrete Orientierungshilfe für KMU entwickelt. Der Kompass IT-Verschlüsselung zeigt auf, welche Verschlüsselungslösungen sich für welchen Anwendungsfall und für welche Unternehmensgröße eignen.

Auftrag der Studie war es, im Rahmen einer kombinierten Online- und Telefon-Befragung die derzeitige Verbreitung von Verschlüsselungslösungen in KMU zu erheben und sowohl die Motivationsgründe als auch die Hemmnisse bei Implementierung und laufendem Betrieb zu erfassen.

Hierfür wurde im ersten, vorbereitenden Schritt im Februar 2017 eine explorative Vorstudie unter den Anbieternvon Lösungen und Dienstleistungen für IT-Sicherheit durchgeführt. Die Teilnehmer an der Vorstudie wurden durch einen Aufruf per E-Mail an die Mitgliedsunternehmen des TeleTrusT -Bundesverband IT-Sicherheit e.V. gewonnen.



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