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Der deutsche Smart-City-Markt 2021–2026 - Prof. Dr. Norbert Pohlmann

Der deutsche Smart-City-Markt 2021–2026

Der deutsche Smart-City-Markt 2021–2026

Smart-City-Markt
Immer mehr Menschen leben in Städten und Ballungszentren. In Deutschland sind es aktuell rund 76 Prozent, Tendenz steigend. Für Städte und Kommunen ergeben sich daraus eine Reihe von Herausforderungen, beispielsweise in den Bereichen Verkehr und Logistik, Verwaltung, Energieversorgung und Kreislaufwirtschaft, aber auch jenseits der klassischen Versorgungsaufgaben im Kontext Kultur- und Freizeitangebot, qualitativ hochwertiger Lebens- und Wohnraum sowie Gesundheit, Bildung und Nachhaltigkeit. Dreh- und Angelpunkt eines zukunftsgerichteten und ganzheitlichen Stadt- und Kommunalmanagements ist die Frage: Wie können wir Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver gestalten?

Die Digitalisierung bietet hierzu unzählige Antworten und Lösungen. Die Vision der Smart City vereint diese technologischen Innovationen in einem koordinierten und ineinandergreifenden Gesamtkonzept für den urbanen Raum. Städte und Gemeinden beschäftigen sich aktuell intensiv mit der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, um Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 auch elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten. Da ist Smart City ein weiterer und logischer Schritt, Bürger:innen und Unternehmen zusätzliche IT-Dienste bereitzustellen. Daher machen sich die Kommunen aktuell auf den Weg zur Smart City, bauen urbane Plattformen auf und feilen an einer Cloud-Infrastruktur.

Welche Bedarfe und Nachfragen stehen hier besonders im Fokus?

Was sind Erfolgsfaktoren für ein funktionierendes Smart-City-Ökosystem?

Und was bedeutet dies für Anbieter und Geschäftsmodelle?

Zur Beantwortung dieser Fragen möchten wir mit dieser Studie einen Beitrag leisten. Wir sind davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit sowie eine leistungsfähige digitale Infrastruktur die Grundfesten einer funktionierenden und florierenden Smart City bilden.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind zwei Seiten derselben Medaille. Die positiven Effekte der Digitalisierung werden vor allem in Krisenzeiten immer deutlicher: Durch Homeoffice und den daraus resultierenden erhöhten Telearbeit-Anteil erfolgt eine erhebliche Einsparung von CO₂. Auch in den Bereichen Produktion, Logistik und Mobilität können wir mithilfe digitaler Lösungen an Effizienz gewinnen.

Eine aktuell häufig noch übersehene Schlüsselrolle spielen hierbei die Rechenzentren. Rechenzentren bilden das Rückgrat der Digitalisierung. Indem sie enorme Datenmengen speichern und verarbeiten, sind sie Wachstumsmotor und Innovationstreiber für andere Industrien. Insbesondere in den vergangenen Monaten haben Rechenzentren sowohl unser Wirtschafts- als auch Sozialleben in Gang gehalten.

Rechenzentren hierzulande zählen im weltweiten Vergleich zu den energieeffizientesten. Ihr Energieverbrauch ist in den vergangenen zehn Jahren pro Recheneinheit um 90 Prozent gesunken. Bereits seit fünf Jahren sind die CO2-Emissionen europäischer Datacenter rückläufig. Eine politische Förderung der Nutzung der in Rechenzentren entstehenden Abwärme und deren smarte Einbindung in Stadtplanung und kommunale Wärmeversorgungskonzepte könnte die Energiebilanz von Rechenzentren und Städten weiter verbessern. Mit einer zusätzlichen Förderung des Ausbaus digitaler Infrastrukturen, weiteren Investitionen in die Erforschung innovativer Technologien und einem nachhaltigkeitsorientierten Energiemix kann es gelingen, die CO2-Emissionen von Rechenzentren bis 2030 zu 100 Prozent einzusparen. Damit bildet die Branche einen zentralen Baustein für die nachhaltige und klimafreundliche Smart City.

Gleichzeitig wird auch der Ausbau des 5G-Netzes mittelfristig zu noch nachhaltigerer IT führen, da hier sowohl die eingesetzten Antennen als auch die Datenübermittlung als solche sehr viel energieeffizienter arbeiten als vorherige Mobilfunkstandards. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur meint nicht nur High-Speed-Internet, sondern auch eine souveräne und sichere Dateninfrastruktur. Die europäische Cloud- und  Dateninfrastruktur GAIA-X dürfte sich daher bald schon auch für Städte und Kommunen zur wichtigen Grundlage für erfolgreiche Smart-City-Plattformen entwickeln.

Die vorliegende Studie zeigt: Der Smart-City-Markt boomt und bildet mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von über 17 Prozent einen der spannendsten Digitalisierungsmärkte dieses Jahrzehnts. Wir hoffen, dass wir mit dieser Studie einen Beitrag dazu leisten können, sowohl verantwortlichen in Stadtentwicklungen als auch Entscheider:innen in Digital- und Internetwirtschaft diesen dynamischen Markt näherzubringen, Entscheidungshilfen zu bieten oder auch Inspiration und Ideengeber für künftige Smart-City-Projekte und Geschäftsmodelle zu sein.

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Der deutsche Smart-City-Markt 2021–2026
Der deutsche Smart-City-Markt 2021–2026 Prof. Dr. Norbert Pohlmann - Cyber-Sicherheitsexperten