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Anti-Spam Technologie - Prof. Dr. Norbert Pohlmann

Anti-Spam Technologie

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Norbert Pohlmann  (Institut für Internet-Sicherheit):,
“Anti-Spam Technologie”.
In Proceedings der DACH Security Konferenz 2004,
Hrsg.: Patrick Horster,
syssec Verlag,
2004

Anti-Spam Technologie gegen Spam
E-Mail, die elektronische Post, ist die am häufigsten genutzte Anwendung im Internet und von daher für die Informationsgesellschaft ein nicht mehr wegzudenkender Service. SPAM-Mails, unerwünschte Werbe-Mails, sind ein ernsthaftes Problem mit hohem Schaden. Die positive Nutzung von E-Mails und damit die Informationsgesellschaft sind gefährdet. In diesem Artikel wird das Problem von SPAM-Mails und die möglichen unterschiedlichen Maßnahmen, das Problem zu bewältigen, beschrieben und deren Wirkung diskutiert.

Definition und Hintergründe von SPAM-Mails
SPAM-Mails sind “unerwünscht” oder “unverlangt” zugesandte E-Mails. Die E-Mails können als “Massenware” – Unsolicited Bulk E-Mail (UBE) – oder als personalisierte Werbemails auftreten. Die im Internetjargon als SPAM (SPiced HAM – weitverbreitetes amerikanisches Frühstücksfleich in Dosen, welches den Empfängern massenhaft unverlangt zugesandt wurde) oder offiziell als “unsoliceted commercial e-mail” (UCE, unerwünschte Werbemails) bezeichnet werden, stellen für die Verwendung des Internets, insbesondere im Geschäftsbereich, ein ernsthaftes Problem dar. Von derzeit ca. 30 Milliarden E-Mails pro Tag werden ein sehr hoher Prozentsatz als SPAM-Mails eingestuft [Grou03]. Prognosen zeigen auf, dass sich der Anteil von SPAM-Mails zukünftig noch weiter erhöhen wird (siehe Tabelle IDC-Studie) [Herr03].
Trotz aller Versuche, die Werbemail-Flut mit juristischen Mitteln in den Griff zu bekommen, wird der Einsatz von Anti-SPAM Technologie angeraten, um SPAM-Mails schnell und wirksam zu blockieren, da die rechtlichen Grundlagen für den Versand von E-Mail-Werbung international nicht einheitlich geregelt sind. In Deutschland und anderen EU-Ländern werden verschiedene Gesetze und Verordnungen berührt. Hierzu gehören die Telekommunikations- und Datenschutzgesetze sowie das Wettbewerbs- und das Medienrecht. Von den Gerichten wird unerwünschte Werbung per Fax, E-Mail oder per SMS auf das Handy als Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Empfängers eingestuft. Kunden müssen demnach ausdrücklich zustimmen, dass sie die Werbung erhalten möchten. Da jedoch fast 60 Prozent der SPAM-Mails aus den USA kommen, lässt sich das Problem auf diese Weise z.Z. nur unzureichend lösen [Pohl03].

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Anti-Spam Technologie Prof. Dr. Norbert Pohlmann - Cyber-Sicherheitsexperten