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Landesförderung: if(is) wird wichtiger Teil des Blockchain-Reallabors im Rheinischen Revier

Landesförderung: if(is) wird wichtiger Teil des Blockchain-Reallabors im Rheinischen Revier Prof. Dr. Norbert Pohlmann - Cyber-Sicherheitsexperten

Landesförderung: if(is) wird wichtiger Teil des Blockchain-Reallabors im Rheinischen Revier Pohlmann

Wer der Five-Eyes-Allianz möglichst wenig preisgeben will,sollte auf Datensparsamkeit, weniger Cloud- und damit lokalereDienste sowie Verschlüsselung achten. Datensparsamkeit bedeu-tet zum Beispiel, dass nicht jedes Handy-Foto samt exakter Geo-lokalisierung und Personenmarkierung direkt auf Servern vonFacebook landen sollte. Die weit verbreiteten Cloud-Dienste, alsRechenwerke oder einfach nur Dateiserver genutzt, liegen meistin Ländern der Five-Eyes-Allianz oder sind ihnen gesetzlich un-terstellt. So kann die NSA Dropbox als amerikanisches Unter-nehmen gemäß dem Patriot Act verpflichten, ihr alle hochgela-denen Dateien preiszugeben. Gleichzeitig müssen die Firmenjegliche Zusammenarbeit mit der NSA dementieren

Über ein weiteres, wichtiges Projekt kann sich jetzt das Institut für Internet-Sicherheit – if(is) an der Westfälischen Hochschule freuen: Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart (FDP) übergab offiziell den Förderbescheid an einen Zusammenschluss aus mehreren NRW-Hochschulen und Forschungsgemeinschaften, die bereits an Blockchain-Anwendungen arbeiten. Diese Projekte sollen im Reallabor gebündelt und auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden.

Dem Minister sei dieses Projekt besonders wichtig, denn die Digitalisierung der Wirtschaft führe zu effizienten Arbeitsprozessen und neuen digitalen Geschäftsmodellen. Dabei spielen digitale Plattformen als Vermittler zwischen Kunden und Anbietern eine entscheidende Rolle – zum Beispiel mit Hilfe der Blockchain, so der Digitalminister. Um diese Technologie für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen zu erschließen, fördert die Landesregierung den Aufbau eines Reallabors für Blockchain-Anwendungen im Rheinischen Revier. Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart übergab dazu einem Projektkonsortium aus Westfälische Hochschule, Fraunhofer-Gesellschaft, den Universitäten Aachen und Bochum einen Förderbescheid über 1,2 Millionen Euro Landesmittel. Der Start der Praxisprojekte ist für 2020 vorgesehen.
 
„Mit der Blockchain können Unternehmen untereinander auf Augenhöhe Daten teilen und jederzeit die volle digitale Souveränität wahren. Das Blockchain-Reallabor ist das ideale Umfeld, um Anwendungen zu testen, etwa bei der kommunalen Wasserversorgung oder der intelligenten Abrechnung von Energieverbrauch. Damit entsteht im Rheinischen Revier ein innovativer Akteur, der diesen digitalen Schlüsselbereich mit den Partnern in der Region vorantreibt. Mit diesem bundesweit einzigartigen Projekt ist Nordrhein-Westfalen bei der nächsten Entwicklungsstufe des Internets der Werte ein echter Vorreiter“, erklärte Minister Pinkwart die Ziele des Projekts. Das if(is) freut sich über die Zuwendung und begrüßt den wichtigen Vorstoß in dem Forschungsbereich Blockchain.

Wie wichtig das Thema auch auf Bundesebene eingeordnet wird, zeigt die aktuelle Verabschiedung der Blockchain-Strategie im Bundeskabinett: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF) haben sie unter Einbeziehung der übrigen Ressorts erarbeitet. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die Potenziale der noch jungen Blockchain-Technologie sind hoch. Deutschland ist dabei weltweit unter den führenden Standorten. Mit der Blockchain-Strategie wollen wir dazu beitragen, diesen Vorsprung zu halten und auszubauen. Ein Fokus liegt dabei im Energiebereich. Hier können wir doppelt punkten, indem wir in Pilotprojekten die Chancen der Blockchain-Technologie nutzen und gleichzeitig die Digitalisierung der Energiewende vorantreiben.“

Quelle/Foto: © MWIDE NRW R. Sondermann

Mehr zum Thema Blockchain finden Sie auch unter: https://connect-emscherlippe.de/impulse/blockchain/

Infos zur Blockchain-Strategie des Bundes unter: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2019/20190918-bundesregierung-verabschiedet-blockchain-strategie.html

Wer der Five-Eyes-Allianz möglichst wenig preisgeben will,sollte auf Datensparsamkeit, weniger Cloud- und damit lokalereDienste sowie Verschlüsselung achten. Datensparsamkeit bedeu-tet zum Beispiel, dass nicht jedes Handy-Foto samt exakter Geo-lokalisierung und Personenmarkierung direkt auf Servern vonFacebook landen sollte. Die weit verbreiteten Cloud-Dienste, alsRechenwerke oder einfach nur Dateiserver genutzt, liegen meistin Ländern der Five-Eyes-Allianz oder sind ihnen gesetzlich un-terstellt. So kann die NSA Dropbox als amerikanisches Unter-nehmen gemäß dem Patriot Act verpflichten, ihr alle hochgela-denen Dateien preiszugeben. Gleichzeitig müssen die Firmenjegliche Zusammenarbeit mit der NSA dementieren
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