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Selfpass: Mit Wearables gegen Depressionen – Sichere und vertrauenswürdige Apps oberstes Gebot

Selfpass: Mit Wearables gegen Depressionen – Sichere und vertrauenswürdige Apps oberstes Gebot Prof. Dr. Norbert Pohlmann - Cyber-Sicherheitsexperten

Selfpass: Mit Wearables gegen Depressionen – Sichere und vertrauenswürdige Apps oberstes Gebot Pohlmann

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F. Gaentzsch, J. Fischer, N. Pohlmann:
„Selfpass: Mit Wearables gegen Depressionen – Sichere und vertrauenswürdige Apps oberstes Gebot“,
IT-Sicherheit – Fachmagazin für Informationssicherheit und Compliance, DATAKONTEXT-Fachverlag,
4/2018

Depressionen gehören mit zu den am stärksten zunehmenden Begleiterscheinungen einer modernen Zivilisation. Im Projekt Selfpass sollen beim Kampf gegen Depressionen neue Methoden zum Einsatz kommen, darunter auch Wearables in Verbindung mit entsprechenden Smartphone-Apps. Die über Geräte wie Fitness-arm bänder gemessenen Vital- und Umweltparameter liefern Daten, die über eine intelligente Auswertung sehr zeitnah wertvolle Hinweise über den aktuellen Gemütszustand geben. Droht ein Stimmungsabfall, soll die App passgenaue Empfehlungen für sofort umsetzbare Verbesserungsmaßnahmen anbieten. Selfpass soll eine professionelle Therapie nicht ersetzen, möglicherweise begleiten, wenn der Arzt das für sinnvoll hält. In erster Linie geht es bei dem Projekt aber darum, die oft lange Zeit zwischen Erstdiagnose und Therapiebeginn überbrücken zu helfen. Für den Schutz der sensiblen persönlichen Daten steht Konformität mit der neuen DS-GVO an oberster Stelle.

Depressionen wurden lange unterschätzt. Inzwischen belegen zahlreiche Studien den Ernst der Lage. Eine Langzeiterhebung unter den 2,9 Millionen Mitgliedern der DAK-Ver-sicherung von 1997 bis 2017 etwa kam zu dem Ergebnis, dass die Zahl psychischer Er-krankungen, die zu einer Arbeitsunfähigkeit führte, bei den Frauen um 284 Prozent zu-nahm[1]. Bei den Männern ist die Zunahme an Depressionen nur geringfügig niedriger. Auch im Vergleich aller Krankheiten, die in Deutschland im Jahr 2017 zu einer Arbeits-unfähigkeit führten, belegt die Depression mit 16,7 Prozent nach Muskel- und Ske-letterkrankungen (21,8 Prozent) den zwei-ten Platz[2].

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