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Projekt NetLab – Ein IT-Sicherheitskonzept für das vernetzte Entwicklungs- und Prüflabor - Prof. Dr. Norbert Pohlmann

Projekt NetLab – Ein IT-Sicherheitskonzept für das vernetzte Entwicklungs- und Prüflabor

Artikel - Projekt NetLab - Ein IT-Sicherheitskonzept für das vernetzte Entwicklungs- und Prüflabor - Prof. Norbert Pohlmann

D. Grafe, N. Pohlmann, M. Rothe, I. Siromaschenko:,
„Projekt NetLab – Ein IT-Sicherheitskonzept für das vernetzte Entwicklungs- und Prüflabor“,
IT-Sicherheit – Fachmagazin für Informationssicherheit und Compliance,
DATAKONTEXT-Fachverlag,
4/2019

NetLab ist ein Projekt zur Erforschung eines verteilten Entwicklungs-, Mess- und Prüflabors, in dem wesentliche Ressourcen sicher und effizient zwischen ansonsten gegebenenfalls in Konkurrenz stehenden Entitäten geteilt werden können. Besonders hohe Sicherheitsanforderungen ergeben sich dabei nicht nur bei Übertragung, Speicherung und Zugriff durch die verschiedenen Parteien, sondern auch bei der physischen Sicherheit. Die prototypische Implementierung des NetLab soll als Plattform für weitere Forschungsarbeiten nutzbar sein, damit auch neue Technologien, die gegenwärtig noch nicht sinnvoll verwendet werden können, wie 5G und volle homomorphe Verschlüsselung, auf ihre Einsatztauglichkeit im Kontext der verteilten Entwicklungs- und Prüflabore untersuchbar werden.

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) besitzen oft eine hohe Expertise in einem Nischenbereich, die sie zu Marktführer macht. Allerdings besitzen sie dabei nicht unbedingt die Ressourcen, ein Gesamtsystem bereitzustellen, für das sie eigentlich nur Teilkomponenten herstellen. Somit werden diese dann zwar umfangreich isoliert getestet, Integrationstests und globale Optimierungen allerdings von anderen Unternehmen durchgeführt.

Dafür müssen nicht nur die Daten der Komponententests, sofern sie für weiterführende Tests notwendig sind, an die entsprechenden Unternehmen weitergeleitet werden, sondern auch die Bauteile, selbst. Das bedeutet einen logistischen und finanziellen Mehraufwand. Vollständige Testdatensätze befinden sich gegebenenfalls schnell im Terabyte-Bereich und werden daher bisweilen auf Festplatten kopiert, die dann per Boten übertragen werden. Bauteile können dagegen schon auf Grund der Größe und des Gewichts sehr teuer und umständlich für den Transport werden, wie z.B. Autos.

Simulationen sind besonders hilfreich, um das Fehlen von Komponenten auszugleichen oder potentielle Gefahrenquellen zu untersuchen, benötigen aber für realitätsnahe Ergebnisse und eine hohe Aussagekraft auch genaue Modelle. Einerseits können die Hersteller der jeweiligen Komponenten diese Modelle präziser erzeugen als andere und darüber hinaus auch kontinuierlich weiterentwickeln. Auf der anderen Seite will aber auch nicht jeder seine Modelle zum Testen weitergeben, da sie per Definition präzise mathematische Beschreibungen der selbst entwickelten Komponenten und damit Geschäftsgeheimnisse enthalten, die aus den Modellen zurückgewonnen werden könnten.


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